Bewegende Zeremonie zum Abschied von Sandra Klemenschits

„Sandi, umarme das Leben“

Linz, 15/10/2016. - Es war der erwartet emotionale Moment beim Damentennis-Klassiker „Generali Ladies Linz:“ Die Salzburgerin Sandra Klemenschits, eine der besten österreichischen Spielerinnen, hat mit 33 Jahren Abschied vom Turniertennis genommen. Und viele Freunde aus nah und fern sind am Samstagnachmittag nach Linz gekommen, um mit „Sandi“, wie sie allseits genannt wird, zu feiern: Von den Snowboard-Schwestern Manuela und Claudia Riegler über Rollstuhl-Rennfahrer Thomas Geierspichler, Yvonne Meusburger, Barbara Haas, ÖTV-Generalsekretär Thomas Hammerl, Gerd Schramml, Michael Dalus, Michael Schwarz bis zu Ex-ÖTV-Masseur Kurt Waltl, der einst gemeinsam mit der WTA und Barbara Schett eine Spendenaktion für Sandra initiiert hatte.

Der Grund für Sandras Entschluss, die Turnierkarriere zu beenden: „Eine konstante Verletzung an der Ferse erlaubt es mir nicht mehr, mehrere Turniere in Folge zu spielen. Das schmerzt mich in jeder Hinsicht, jedoch haben mir die vergangenen Jahre vor allem eines gelehrt: Dass nichts so wichtig ist wie die Gesundheit! Kein sportlicher Sieg kann mit dem größten Sieg in meinem Leben mithalten: Dem Sieg über meine Krankheit. Dies vor Augen ist es mir doch nicht ganz so schwer gefallen, die Entscheidung für den Tennis-Ruhestand zu treffen“, erklärte Sandra Klemenschits, die im letzten Turnier mit einer ihrer Lieblingspartnerinnen gespielt hat. Mit der 37-jährigen Schweizerin Patty Schnyder! Die beiden haben schon mal ein recht erfolgreiches Duo gebildet auf der WTA-Tour, etwa als Schnyder einst im Jahr 2011 ihre Karriere für beendet erklärt hatte. „Patty ist ein ganz toller Mensch. Es freut mich sehr, dass sie jetzt bei meinem Abschiedsturnier an meiner Seite stand“, meinte Sandra Klemenschits.
 
Entzückt war Sandra Klemenschits über eine Videobotschaft ihres großen Idols Martina Navratilova („Sandra, genieße Dein neues Leben“). Yvonne Meusburger, die vor zwei Jahren hier in Linz ihre Karriere beendet hatte, sagte: „Ich kann mir vorstellen, wie Du Dich im Moment fühlst. Aber glaube mir, das Leben nach der Tenniskarriere ist auch schön.“ Turnierdirektorin Sandra Reichel meinte: „Sandi, Du bist der ehrlichste Mensch, den ich kenne und damit ein Vorbild. Ich hoffe, dass Du noch oft zu Gast sein wirst bei unserem Turnier in Linz.“
 
„Du hast Tennis gelebt, geliebt und geatmet“, sagte Turnierbotschafterin Barbara Schett, die an gleicher Stelle vor zwölf Jahren mit Profitennis aufgehört hat. Ihr Tipp für Sandra Klemenschits: „Umarme das Leben.“ Sichtlich bewegt von dieser Zeremonie, die Stadionsprecher Erwin Gruber mit viel Gefühl moderiert hat, bedankte sich Sandra Klemenschits mit den Worten: „Es ist schön zu wissen, dass Menschen hinter einem stehen, auch wenn es manchmal nicht so gut läuft im Leben.“ Sie weiß, wovon sie spricht.
 
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