Garbine Muguruza schwärmt von Linz

Es war nicht das erste Mal, dass Garbine Muguruza am Samstagabend in Linz österreichischen Boden betreten hat, aber als Tennisprofi feiert die Spanierin beim „Generali Ladies Linz 2016“ ihre Turnierpremiere hierzulande. „Ja, es war eine Entscheidung in letzter Minute. Und wie ich merke, ist das Linzer Turnier nicht nur sehr bedeutend auf der WTA-Tour, sondern auch eines der härtesten in dieser Kategorie bei dieser Top-Besetzung. Es wird sehr interessant für das Publikum und auch für uns Spielerinnen“, erklärt die 23-Jährige am Montagvormittag beim Pressegespräch in der TipsArena.
 
An Turnierdirektorin Sandra Reichel hat die in Caracas geborene Spanierin gute Erinnerungen. Seit wann? „Als ich auch Direktorin beim WTA-Turnier in Barcelona war, habe ich Garbine eine Wildcard gegeben“, verrät Sandra Reichel, die schon damals von der sympathischen Spielerin beeindruckt war. Mittlerweile hat sich Muguruza zur Weltklassespielerin entwickelt, sie hat heuer das berühmteste Sandplatzturnier, die French Open in Paris, gewonnen und war dann Nummer zwei der Welt hinter Serena Williams.
 
„Ja, Nummer eins zu werden ist extrem schwierig, vor allem für einen längeren Zeitraum an der Spitze zu stehen, ist hart“, meint die beim „Generali Ladies Linz“ top-gesetzte Spanierin, aktuell die Nummer vier im WTA-Ranking. „Man kann gute Tournaments haben, aber man muss dann oben bleiben, keine Verletzungen erleiden, eine gute Einstellung haben und auch noch gut spielen. Denn mit der Einstellung allein gewinnt man nicht. Und immer, wenn man sich ausruht, gibt es jemanden, der trainiert“, erklärt die Spanierin.
 
Gegen wen sie jeweils spielt, will Muguruza eigentlich nicht wissen: „Irgendwann sagt mir das der Coach.“ Ihre Erstrundengegnerin in Linz ist die Türkin Cagla Buyukakcay.
Hat sich Garbines Leben verändert nach dem Triumph im Grand-Slam-Turnier in Roland Garros? „Mein Leben hat sich nicht viel geändert in letzter Zeit, außer, dass man mehr Aufmerksamkeit bekommt. Es war ein großer Erfolg, aber ich denke lieber drüber nach, was als Nächstes kommt. Den Sieg im Grand-Slam-Turnier nimmt mir keiner mehr, 2016 war das beste Jahr in meiner Karriere. Die Trophäe zu haben ist toll, aber ich denke nicht zu sehr drüber nach.“ Das Linzer Tennispublikum darf sich freuen auf eine charmante, sympathische Nummer eins!