„Danish Dynamite“ rockt das Jubiläumsfest

Generali Ladies Linz“: 25 Jahre Weltklasse-Damentennis
„Danish Dynamite“ rockt das Jubiläumsfest


Kein Jubiläum ohne Stargast: Das WTA-Turnier „Generali Ladies Linz“ feiert heuer von 10. bis 18. Oktober sein silbernes Jubiläum. Und als Gratulantin Nummer eins kommt eine der auffälligsten Spielerinnen der Welt erstmals nach Linz: Die 24-jährige Dänin Caroline Wozniacki!

Die „Creme de la Creme“ des Damentennis hat schon beim Generali Ladies das Linzer Tennispublikum verzaubert. Nicht weniger als zwölf Spielerinnen, die in ihrer Karriere den Status als „Nummer eins der Welt“ erreicht haben, waren schon in Oberösterreichs Hauptstadt zu Gast:

Victoria Azarenka, Jennifer Capriati, Lindsay Davenport, Justine Henin, Ana Ivanovic, Jelena Jankovic, Amelie Mauresmo, Jana Novotna, Dinara Safina, Maria Sharapova, Serena Williams, Venus Williams.

Was ist das Geheimnis, dass sich die Spielerinnen – von der Qualifikantin bis zur Nummer eins der Welt – in Linz so wohl fühlen? „Weil wir versuchen, ihnen ein familiäres Ambiente zu bieten, gleichsam ein zweites Zuhause für eine Woche“, erklärt Turnierdirektorin Sandra Reichel, die direkt vom Rasen-Klassiker aus Wimbledon zum heutigen Pressegespräch im Haus von Hauptsponsor Generali Versicherung angereist ist. Und Reichel hat eine tolle Neuigkeit mitgebracht: Auf das Dutzend an Nummer-eins-Spielerinnen, die in Linz zu Gast waren, folgt nun die Nummer 13: Caroline Wozniacki! Sie setzte sich im Oktober 2010 an die Spitze der Weltrangliste. Mit der kurzen Unterbrechung von einer Woche war Wozniacki 67 Wochen lang die Nummer eins der Welt.

Böse Zungen behaupteten auch, die Werbeeinkünfte von Caroline Wozniacki seien kunstvoller als ihr Tennisspiel. Auch darüber konnte sie nur belustigt lächeln. Ihre Einkünfte wurden schon 2011 auf mehr als zehn Millionen Dollar geschätzt. Und ihre aus Polen stammenden Eltern – Vater Pjotr war Fußballprofi, Mutter Anna spielte in der Volleyball-Nationalmannschaft – sorgten schon dafür, dass ihre Tochter Caro (so ihr Spitzname) bei all` dem vielen Geld die Bodenhaftung nicht verlor. Mit ihrem erfrischend offenen Naturell ist Wozniacki, die acht Sprachen spricht, in ihrer von Rivalität gezeichneten Branche ziemlich beliebt – was auch die Salzburger Tennisfans bestätigen können, die Caro beim WTA-Turnier 2008 in Bad Gastein bewunderten.         

Die vergangenen 15 Monate im Leben des früheren Tennis-Wunderkindes Caroline Wozniacki waren sehr bewegt – sportlich wie privat! Nach der Trennung von ihrem Verlobten, dem Golfprofi Rory McIlroy, tat ihr ein gemeinsamer USA-Urlaub mit ihrer Freundin Serena Williams sehr gut. Und Caroline Wozniacki startete mit Akribie ihre zweite Tenniskarriere. Mit dem Sieg beim kleinen WTA-Turnier in Istanbul ist die Dänin im Juli 2014 in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Ausgerechnet Freundin Serena hat Caros Höhenflug dann auf der Nordamerika-Tour gestoppt: Im Viertelfinale von Montreal, im Halbfinale von Cincinnati und im Finale der US Open! Aber das tat der Freundschaft keinen Abbruch.

Ein Zeichen der Professionalität von Caroline Wozniacki: Die Laufschuhe hat sie schon vor vielen Jahren regelmäßig geschnürt, um die Sprintschnelligkeit zu erhöhen. Auch einen Boxtrainer hatte sie engagiert. Mittlerweile hat sie sich einen Lebenstraum erfüllt und am 2. November 2014 den New York City Marathon absolviert – es war wohl die endgültige Befreiung von ihrem alten Leben. Nach drei Stunden, 26 Minuten und 33 Sekunden ist Wozniacki ins Ziel gekommen. Und das „Danish Dynamite“, wie der Journalist Andrej Antic die dänische Tennis-Lady im deutschen „tennis Magazin“ bezeichnet, fühlt sich auch auf dem Centercourt reif, um sich einen lange gehegten Traum zu erfüllen: Sie will endlich ein Grand-Slam-Turnier gewinnen!

Als Turnierdirektorin des „Generali Ladies Linz“ ist Sandra Reichel stolz darauf, mit Caroline Wozniacki eine Ausnahmeathletin präsentieren zu können. Und wer den Ehrgeiz der 24-jährigen Dänin kennt, ist überzeugt: Sie wird sich nicht mit der Rolle der Gratulantin beim 25-Jahr-Jubiläum begnügen, sondern beweisen wollen, dass sie zu Recht die aktuelle Nummer fünf der Damentenniswelt ist. Mit Potenzial nach oben!

 

Sportliche Programm-Highlights im Jubiläumsjahr

ÖTV präsentiert JUDY MURRAY

Der ÖTV hat die schriftliche Zusage bekommen, dass Judy Murray das Generali Ladies Linz besuchen und einen Vortrag im Rahmen der ÖTV-Trainerfortbildungsveranstaltung abhalten wird.

Die Mutter von Andy Murray, dem Tennis-Ass aus Schottland, ist nach Toni Nadal (2013) und Nick Bollettieri (2014) die dritte prominente Referentin.  Die Kapitänin des britischen Fed-Cup-Teams wird hauptsächlich über ihr Projekt „Miss Hits“ sprechen. Das Programm beschäftigt sich damit, wie man 5 bis 8-jährige Mädchen zum Tennissport bekommt und zielt auf Freundschaft und Spaß beim Spiel ab. „Ein Thema, das dem Österreichischen Tennisverband ein großes Anliegen ist“, sagt ÖTV-Präsident Robert Groß.

Junior Fed Cup

Einen besonderen Deal hat Sandra Reichel bei ihrem Kurzaufenthalt in Wimbledon mit der ehemaligen deutschen Spitzenspielerin Barbara Rittner vereinbart. Rittner, in ihrer zweiten Karriere erfolgreiche Chefin des Fed Cup-Teams, kommt mit der deutschen Junior-Fed Cup-Truppe nach Linz und absolviert mit ihren U-16-Mädchen einen Länderkampf gegen Österreichs weiblichen Tennisnachwuchs. Dieses Kräftemessen der besten Tennistalente ist auch eine Herzensangelegenheit des neuen, aus Oberösterreich stammenden ÖTV-Präsidenten Robert Groß. Gespielt wird in der Turnierwoche des Generali Ladies Linz!