Schwere Aufgaben für echte und falsche Österreicherinnen

Echte und falsche Österreicherinnen vor schweren Aufgaben

Für sie ist die Reise nach Österreich auch eine Reise in die eigene Jugend: Lucie Safarova, bei den 25. Generali Ladies Linz als Weltranglisten-Sechste die Topgesetzte, ist in Österreich ein bisschen zuhause. „Ich war in Gars am Kamp zwei Jahre lang in der Schule, weil mein Vater dort Tennistrainer war“, sagt die 28-jährige aus Tschechien, die in diesem Jahr mit ihrer Finalteilnahme in Roland Garros den wohl größten Einzelerfolg ihrer Karriere feierte. Im Doppel gewann sie heuer zwei Grand-Slam-Turniere, einmal in Paris, einmal in Melbourne, jeweils an der Seite von Bethanie Mattek-Sands. Und mit Tschechien hat Safarova bereits drei Fed-Cup-Titel auf dem Konto.

Jetzt, in Linz, geht es zum Auftakt gegen Andreea Mitu aus Rumänien. Das ist nur auf den ersten Blick eine einfache Aufgabe: Mitu hat in diesem Jahr bereits Eugenie Bouchard, Karolina Pliskova und Francesca Schiavone bezwungen.

Schwere Aufgaben haben auch zwei Vollzeit-Österreicherinnen vor sich, Barbara Haas und Tamira Paszek. Paszek, die vor zehn Jahren als 14-Jährige in Linz ihr Debüt auf der WTA-Tour gab, bekommt es als erstes mit der 25-jährigen Schweizerin Stefanie Voegele zu tun, die sich über die Qualifikation in den Hauptbewerb kämpfte. „Es ist nie leicht, gegen eine Qualifikantin zu spielen“, sagt Paszek. „Die hat dann schon drei Siege in Folge gefeiert, kennt die Bedingungen, hat Selbstvertrauen.“

Die erst 18-jährige Haas ist gegen die gesetzte Barbora Strycova nur Außenseiterin: „Ich kenne sie nur aus dem Fernsehen“, sagte sie grinsend kurz nach der Auslosung im Ars Electronica Center. „Aber ich werde natürlich mein Bestes geben.“

Ebenfalls heute greift ein deutsches Quartett aus Andrea Petkovic, Julia Görges, Annika Beck und Mona Barthel ins Turniergeschehen ein. Petkovic bekommt es mit Johanna Larsson zu tun, Görges muss gegen die Vorjahresfinalistin Camila Giorgi auf den Platz. Auf Court 1 spielen Beck gegen Johanna Konta und Barthel gegen die Qualifikantin Kiki Bertens.