Interview mit Tennislegende Mats Wilander

Mats Wilander – ein klingender Name in der Tenniswelt! Der 55-jährige Schwede kommt heuer am Finalwochenende auf Einladung von Turnierdirektorin Sandra Reichel und Turnierbotschafterin Barbara Schett zum zweiten Mal zum „Upper Austria Ladies Linz.“ Wilander hat in seiner großartigen sieben Grand-Slam-Turniere gewonnen (insgesamt 33 ATP-Titel) und war am 12. September 1988 die Nummer eins in der Weltrangliste.

Seit Roland Garros 2005 arbeitet Mats Wilander (55) gemeinsam mit Barbara Schett (43) bei Eurosport. Am Anfang war Schett noch für andere Showteile wie „Babs undercover“ zuständig. Die Sendung hieß lange „Game, Set and Mats“; aber 2017 wurde auf vielfache Zuschauerhinweise Schetts Name gleichberechtig ergänzt: „Game, Schett and Mats“! Längst verbindet beide eine enge Freundschaft, wie der frühere Weltklassespieler aus Schweden im Interview erzählt. Außerdem spricht der siebenfache Majorssieger über seine Liebe zum aktuellen Damentennis.


Mats, Du hast bereits 2017 unser Turnier besucht. Welche Erinnerungen hast Du daran? Hast du Deine Lederhose schon getragen, die wir Dir geschenkt haben?

Wilander: „Nein, ich habe meine Lederhose noch nicht in der Öffentlichkeit getragen (lacht)! Ich erinnere mich daran, dass in Linz großartiges Tennis gespielt wurde und dass das Turnier eine tolle Atmosphäre hatte. Man spürte die lange Tradition. Die Zuschauer waren unheimlich unterstützend und enthusiastisch.“


Unsere Turnierbotschafterin „Babsi“ Schett ist deine Eurosport-Moderationskollegin. Was schätzt Du an ihr? Menschlich und beruflich?

Wilander: „Zunächst einmal ist Barbara eine tolle Freundin. Ich kenne sie schon viel länger – nicht erst seitdem wir Eurosport-Kollegen sind. Sie hat einen sehr positiven Blick auf das Leben und auf ihren Job. Es ist sehr ‚easy‘, an ihrer Seite zu arbeiten. Es gibt für sie keine Probleme, die unlösbar sind. Und sie ist immer extrem gut vorbereitet auf jede Sendung. Deshalb kann ich nicht zu viel Quatsch erzählen, weil sie mich live on Air ständig herausfordert. Somit ist jeder Grand-Slam-Tag mit ihr ein strukturiertes Abenteuer, bei dem sowohl Fakten als auch Meinungen wichtig sind. Sie war außerdem selbst eine großartige Spielerin. Das macht es noch interessanter, wenn ich mit ihr über Tennis rede. Sie kennt sich im Tennis fast genauso gut aus wie ich … (lacht)."  

Vor zwei Jahren hast Du uns erzählt, dass Du ein Fan des aktuellen Damentennis bist. Wie fällt dein Resümee des Damentennis 2019 aus?

Wilander: „Ich liebe das Damentennis derzeit, weil es eine unglaubliche Dichte gibt. Für viele Spielerinnen gilt: Jede kann jede zu jederzeit schlagen. Die Turniersiegerin zu tippen, ist sehr schwer – das macht es so aufregend. Im Vergleich zum Männertennis, in dem nur Novak, Rafa und Roger immer noch die Grand Slams gewinnen. Außerdem finde ich die jungen Spielerinnen sehr komplett in ihrer Technik – und sie sind tolle Athletinnen: Ihre Beinarbeit, ihrer Körperkraft und ihre Beweglichkeit sind verblüffend. Vielleicht sind Tennisspielerinnen die besten Athletinnen überhaupt – über alle Sportarten hinweg. Und schlussendlich zeigt die aktuelle Generation im Damentennis immense Leidenschaft, Einstellung und Körpersprache.“