Top-Ten-Spielerin Petra Kvitova bereichert Linz

Weiterer Höhepunkt beim „Upper Austria Linz 2019:“Top-Ten- Spielerin Petra Kvitova bereichert die Linzer Damentennis-Festspiele

Erst Maria Sharapova, jetzt Petra Kvitova: Fast täglich freut sich Sandra Reichel als Direktorin des WTA-Turniers „Upper Austria Ladies Linz 2019“ über die Zusage eines Weltstars. Auf die heimischen Tennisfans wartet somit bei Österreichs bedeutendster Frauensportveranstaltung vom 6. bis 13. Oktober in der Linzer TipsArena „Tennis-Kost vom Allerfeinsten.“ Und Sandra Reichel ist mächtig stolz: „Die Zusage von Petra Kvitova ist ganz toll, als zweifache Wimbledonsiegerin und ehemalige Nummer zwei der Welt gehört Petra zu den Allzeitgrößen im Damentennis.“ 

“Ich freue mich sehr, wieder nach Linz zu kommen, wo ich im Jahr 2011 den Titel gewonnen habe. Meine Erinnerungen an diese Momente sind wunderbar und es ist kein Geheimnis, dass ich gerne in der Halle spiele. So hoffe ich, dass ich mein bestes Tennis zeigen kann und bin voller Vorfreude auf eine großartige Woche“, erklärte Petra Kvitova in einem Statement an Sandra Reichel.

Ein paar Höhepunkte im bewegten Tennisleben einer der besten Spielerinnen im vergangenen Jahrzehnt: 

Petra Kvitova, geboren am 8. März 1990 in Bilovec, feierte vor elf Jahren ihren ersten bedeutsamen Sieg. Beim Cellular South Cup 2008 bezwang die Tschechin die topgesetzte Venus Williams. Bei den French Open, bei denen sie 2008 erstmals in der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers stand, erreichte sie auf Anhieb das Achtelfinale. 

Anfang des Jahres 2011 gewann Kvitova das Turnier in Madrid (7:6, 6:4 gegen Viktoria Azarenka) und stand damit erstmals in den Top Ten. Am 2. Juli 2011 gelang ihr der bis dahin größte Erfolg: Gleich bei ihrem ersten Finaleinzug in Wimbledon konnte sie sich mit einem Sieg über die frühere Titelträgerin Maria Sharapova ihren ersten Grand-Slam-Titel sichern. Ein weiterer bedeutender Turniersieg gelang Kvitova im Oktober 2011 bei den WTA Tour Championships  in Istanbul, als sie dort alle fünf Begegnungen gewann. Im Finale besiegte sie erneut Viktoria Azarenka mit 7:5, 4:6, 6:3. Der Titel brachte ihr mit Rang 2 ihre bis dahin beste Platzierung in der Weltrangliste.

Mit einem 6:3, 6:0-Endspielsieg über die Kanadierin Eugenie „Genie“ Bouchard gewann Kvitova 2014 zum zweiten Mal den Titel in Wimbledon. 

Im Jahr 2016 gewann sie - nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte  - im August die Bronzemedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Rio.  

Schock vor Weihnachten 2016: Einbrecher verletzt Kvitova      
Ein Horrorerlebnis hatte Petra Kvitova am 20. Dezember 2016: Sie wurde Opfer einer Messerattacke eines Einbrechers, bei der sie an ihrer linken Schlaghand verletzt wurde und sechs Monate lang pausieren musste. Kvitova war in ihrer Wohnung in Prostejov überfallen und mit einem Messer verletzt worden.

Sie erlitt Schnittverletzungen an den Fingern, den Bändern und Sehnen an ihrer linken Schlaghand, außerdem wurden zwei Nerven verletzt. Sie musste sich einer knapp vierstündigen Operation unterziehen und durfte die Hand sechs Monate lang nicht belasten. 

Nachdem die Polizei die Ermittlungen in diesem Fall im November eingestellt hatte, wurden sie nach einem im Jänner 2018 eingegangenen Hinweis wieder aufgenommen und der mutmaßliche Angreifer daraufhin im Mai gefasst. 

Tolles Comeback und 20. Turniersieg im Jahr 2017 
Bei den French Open 2017 kehrte Kvitova auf die Tour zurück, unterlag aber bereits in ihrem Zweitrundenmatch. In Birmingham, dem zweiten Turnier nach ihrer Rückkehr auf die Tour, erreichte Kvitova das Finale und konnte in drei Sätzen gegen die nunmehrige Weltklassespielerin Ashleigh Barty gewinnen. Dies war ihr 20. Turniersieg insgesamt und der erste seit Zhuhai in der Saison 2016.

Nach frühen Niederlagen in Sydney und bei den Australian Open erreichte Kvitova 2018schließlich das Finale in St. Petersburg, das sie gegen Kristina Mladenovic gewann. Beim darauffolgenden Turnier in Doha besiegte Kvitova auf dem Weg zum Titel vier Top-Ten-Spielerinnen. Nach einem weiteren Triumph in Indian Wells konnte sie so 14 Spiele in Folge gewinnen.

2019 unterlag sie bei den Australian Open in Melbourne erst im Finale der Japanerin Naomi Osaka mit 6:7, 7:5 und 4:6, nachdem sie im vorherigen Turnierverlauf keinen Satz abgegeben hatte. Dadurch verpasste sie knapp die erstmalige Führung in der Weltrangliste, verbesserte sich aber erneut auf Position zwei.

27 WTA-Turniere und 30 Millionen gewonnen
Im aktuellen WTA-Ranking liegt die Tschechin an siebter Stelle, im Porsche Race To Shenzhen an Nummer sechs! Insgesamt hat Kvitova 27 WTA-Turniere gewonnen, an Preisgeld hat sie knapp 30 Millionen US-Dollar verdient.

Brisant für die Fans des Linzer Damentennis-Klassikers: Mit Maria Sharapova und Kristina Mladenovic sind beim „Upper Austria Ladies Linz 2019“ Top-Spielerinnen dabei, die in der Karriere von Petra Kvitova (siehe oben) schon eine bedeutende Rolle gespielt haben.    

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