2020

Die Top-Stars geben sich in Linz keine Blöße

Die Upper Austria Ladies Linz erwarten in der TipsArena am Freitag (ab 14.30 Uhr/alle Matches live auf ORF Sport + und Eurosport 2) einen Viertelfinaltag der Extraklasse mit insgesamt fünf der sechs topgesetzten Spielerinnen. Allen voran marschierte die erst 22-jährige Aryna Sabalenka ohne Satzverlust in die Runde der letzten Acht.

Keine Frage: Die Weltranglistenelfte Aryna Sabalenka aus Belarus präsentiert sich in Linz in absoluter Topform und benötigte für ihren ungefährdeten 6:0, 6:3-Erfolg über die Schweizer Qualifikantin Stefanie Vögele lediglich 67 Minuten. „Ich bin das erste Mal in Linz und es ist wirklich cool zu sein, hier auf diesem Court zu spielen. Ich bin wirklich traurig, dass keine Zuschauer da sind. Hoffentlich dürfen sie im nächsten Jahr wiederkommen. Ich bin hierhergekommen, um den Titel zu holen und werde alles dafür tun.“ Neben dem Turniersieg könnte Sabalenka in Linz auch Serena Williams aus den Top10 der Weltrangliste zu verdrängen. Zieht „Tiger“ Sabalenka an der Donau ins Finale ein, würde sie erstmals in ihrer Karriere ein Jahr unter den Top10 beenden. Zunächst trifft die Turnierfavoritin aber im letzten Match des Viertelfinal-Freitags, der von der Linz AG präsentiert wird, auf die französische Qualifikantin Oceane Dodin.

Podoroska, Kudermetova und Mertens gewinnen in drei Sätzen

Deutlich mehr Schweiß mussten auf ihrem Weg ins Viertelfinale die ebenfalls gesetzten Nadia Podoroska, Veronika Kudermetova und Elise Mertens vergießen. French-Open-Halbfinalistin Nadia Podoroska brauchte zwei Stunden und 32 Minuten um Camila Giorgi in einem intensiven und phasenweise auch hochklassigen Match mit 6:7 (4), 6:1 und 6:4 niederzuringen. „Camila spielt enorm schnell, deshalb ist es hier sehr schwer gegen sie zu spielen. Aber ich wurde dann immer ruhiger habe weniger Fehler gemacht. Es war dann sicher auch eine Frage des Selbstvertrauens“, sagte die an Rang sechs eingestufte Podoroska, die nun am Freitag erstmals in ihrer Karriere auf die an vier gesetzte Ekaterina Alexandrova aus Russland trifft.

Veronika Kudermetova (Position vier der Setzliste) aus Russland leistete sich gegen Arantxa Rus aus den Niederlanden im zweiten Satz einige Konzentrationsschwächen, war aber zur richtigen Zeit wieder zur Stelle und bezwang die Außenseiterin verdient mit 6:4, 1:6 und 6:3. Die 23-Jährige, die ohne Coach beim letzten Turnier des Jahres unterwegs ist, fordert nun die an zwei gesetzte Belgierin Elise Mertens heraus. Die US-Open-Viertelfinalistin verwandelte in der „Late-Night-Session“ am Donnerstag gegen die Linz-Finalistin von 2008, Vera Zvonareva, nach zwei Stunden und 32 Minuten ihren ersten Matchball zum 6:4, 5:7, 6:2.

Die 36-jährige Russin widersetzte sich couragiert dem flachen und schnellen Grundlinienspiel der Belgierin. Im bisher wohl besten Match des Turniers konnte sich Mertens ihrer Sache zu keinem Zeitpunkt sicher sein, fand aber in den entscheidenden Phasen vor allem in den langen Ballwechseln die richtigen Lösungen. „Das hätte heute in beide Richtungen gehen können. Es war wichtig, dass ich im dritten Satz deutlich aggressiver geworden bin. Das hilft immer. Wenn ich morgen auch gegen Veronika Kudermetova gewinnen will, dann muss ich wieder so spielen wie heute in der Schlussphase“, bilanzierte Mertens.

Im ersten Viertelfinale duellieren sich mit der Tschechin Barbora Krejcikova und Aliaksandra Sasnovich aus Belarus zwei ungesetzte Spielerinnen, die den Titelkampf ordentlich aufmischen wollen. 

Erstes Doppel-Halbfinale eröffnet den Freitag

Zu Beginn des Tages findet ab 12 Uhr bereits das erste Doppel-Halbfinale statt. Dabei treffen die topgesetzten Lucie Hradecka und Katerina Siniakova (Tschechien) auf die an Position drei eingestufte Paarung Irina Bara (Rumänien) und Sara Sorribes Tormo (Spanien).