2021

Sandra Reichel: „Wir sind mehr als ein Tennisturnier“

Weltklassetennis - Größte Nachwuchs-Initiative  - „Ladies.in Business & Sports“ Ganzjährige Frauenförderung – Showmatch im Rollstuhltennis
 
Linz, 05. 11. 2021. – „Österreichs bedeutendste Frauensportveranstaltung!“ Dieses Prädikat hat sich das „Upper Austria Ladies Linz“ hart erkämpft. Bei der 31. Auflage des WTA-Turniers vom 6. bis 12. November in der TipsArena sorgt Turnierdirektorin Sandra Reichel für neue Dimensionen: Getreu ihrem Motto „Wir sind mehr als ein Tennisturnier“ wird eine einzigartige Programmvielfalt geboten, die Palette reicht von Tennis auf Weltklasseniveau mit Emma Raducanu und Simona Halep an der Spitze über die größte Nachwuchs-Initiative in Österreich (1.000 Schläger für 1.000 Mädchen), Ehrung erfolgreicher Tennistalente, spezielle Förderungen für Frauen in Wirtschaft und Sport bis zum Showmatch der besten heimischen Rollstuhl-Tennisspielerinnen. Ein Programm, das seinesgleichen sucht auf der WTA-Tour!
 
Prominente Gäste aus Politik (Erstmals zu Gast sind Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, sowie Frauenministerin Susanne Raab), Wirtschaft, Kultur und Sport wollen sich das „Upper Austria Ladies Linz 2021“ nicht entgehen lassen. Und groß wie nie zuvor ist das Interesse britischer Journalisten. Warum wohl? Sie wollen die „Radu-Mania“ auf österreichisch erleben! In ihrer Heimat hat die 18-jährige Emma Raducanu nämlich mit ihrem sensationellen US-Open-Triumph einen riesigen Hype ausgelöst, die Briten sind verrückt nach Emma. Auch Turnierdirektorin Sandra Reichel und Turnierbotschafterin Barbara Schett sind fasziniert vom Shooting-Star. „Mit dem Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier ändert sich das Leben schlagartig, ich weiß das aus Erzählungen von Mats Wilander und Boris Becker. Beide waren bei ihrem ersten Gewinn eines Grand-Slam-Turniers noch jünger als Emma. In diesem jugendlichen Alter ist es nicht so einfach, mit der neu gewonnenen Popularität umzugehen.“ Der charmanten, bodenständigen Emma Raducanu traut es Babsi Schett zu, dass sie die Rolle als „Liebling der Nation“ nicht überfordert.
 
Tatsache ist aber auch: Als aktuelle US-Open-Siegerin ist Emma Raducanu kein Nobody mehr! Gut möglich, dass es für sie schwieriger wird, in Linz zu gewinnen als in New York! Denn die Konkurrenz ist hochkarätig, beginnend mit Weltstar Simona Halep bis Danielle Collins.
 
„Natürlich ist für uns der Standort Linz von einer ganz besonderen Bedeutung", betont Turnierdirektorin Sandra Reichel. „Ich bedanke mich ganz besonders bei Bürgermeister Luger und Vizebürgermeisterin Hörzing für die außerordentliche Unterstützung, speziell auch in diesen ganz besonders von der Corona-Pandemie bestimmten Zeiten." Das „Upper Austria Ladies Linz“ ist das zweitälteste Damen-Hallenturnier der Welt und ist bekannt für seine ganz besonders herzliche Atmosphäre, für ein Turnier der kurzen Wege und sein äußerst emotionales Publikum. Dass die wichtigste Frauensportveranstaltung Österreichs hier ausgetragen wird, ist sicherlich auch eine Auszeichnung für die Stadt Linz. Diese Positionierung wird in diesem Jahr durch verschiedenste Aktionen, unter anderem mit dem Start der Initiative „Ladies in Business & Sports“ auch abseits des Centercourts unterstützt.
 
Wildcard ist eine „spezielle Motivation“ für Julia Grabher   
 
Welche Rolle spielt Österreichs Damentennis beim Heimspiel in Linz? Die Hoffnungen trägt eine Vorarlbergerin, denn Österreichs Nummer eins beim „Upper Austria Ladies 2021“ ist Julia Grabher. Die 25-Jährige hat die erste Wildcard erhalten, die Turnierdirektorin Sandra Reichel für den 31. Linzer Damentennis-Klassiker vergeben hat. Die erste Reaktion von Julia Grabher lautete: „Oh, das ist für mich eine Mega-Freude, dass ich von Sandra eine Wildcard für den Hauptbewerb bekomme! Ich habe immer sehr gerne in Linz gespielt, vor heimischem Publikum ist man noch motivierter. Heuer natürlich ganz besonders.“ Sandra Reichel fand lobende Worte für Grabher: „Julias Entwicklung geht nach vorn – das beobachte ich mit Freude! Im vergangenen hatte sie leider Verletzungspech bei unserem Turnier, als sie nach einem furiosen Matchbeginn aufgeben musste.“       

Zur Erinnerung: Im Vorjahr traf Julia Grabher beim zweitältesten Damenhallenturnier der Welt zum Auftakt auf die Rumänin Sorana Cirstea. Mit dem Ziel, erstmals die erste Runde in Linz zu überstehen. Denn im Jahr zuvor unterlag die Heeresleistungssportlerin in der Auftaktrunde gegen die Slowakin Viktoria Kuzmova mit 4:6, 2:6. In den Jahren 2014 bis 2017 war Grabher jeweils in der ersten Runde der Qualifikation gescheitert. Im Jahr 2020 sah es gegen die favorisierte Sorana Cirstea  anfangs ganz danach aus, als könnte Julia Grabher endlich das gesteckte Ziel erreichen. Die Vorarlbergerin war mit 3:2 und Break in Führung gelegen, musste dann aber wegen einer Knöchelverletzung passen!
 
Ihren Saison-Höhepunkt 2021 erlebte Julia Grabher im Frühjahr:  Die ÖTV-Spitzenspielerin holte sich mit einem 6:2 und 6:3-Finaltriumph gegen die Italienerin Lucia Bronzetti den Titel bei dem mit 60.000 US-Dollar dotierten ITF-Sandplatzturnier in Bellinzona im Tessin und sicherte sich damit ihren bislang größten Erfolg auf der ITF-Tour.
 
Premiere beim „Upper Austria Ladies Linz:“ Rollstuhltennis auf dem Centercourt
 
Für Turnierdirektorin Sandra Reichel war es schon ein lang gehegter Wunsch, auch das Rollstuhltennis ins Turnierprogramm zu integrieren. „Mir geht es wirklich darum, Tennis in seiner ganzen Breite zu zeigen. Nicht umsonst ist in unserer neuen Initiative Ladies.In Business & Sports auch das Thema Inklusion enthalten. Mit dem diesjährigen Showmatch am Donnerstag, 11. November, um 15.15 Uhr wird die bedeutendste Frauensportveranstaltung Österreichs um einen wichtigen Programmpunkt bereichert“, freut sich die Turnierdirektorin schon jetzt auf diese Premiere, bei der Österreichs beste Spielerinnen Christina Pesendorfer (32) aus Bad Ischl und Vanessa Jenewein (30) aus Innsbruck mit zwei WTA-Spielerinnen ein Showmatch absolvieren.